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Es gibt Tage im Sport, da passt einfach alles zusammen. Und dann gibt es Tage wie diesen Sonntag in Wollerau.
Bei Temperaturen, die eher zu einem Nachmittag in der Badi als zu einem Skaterhockey-Match passten, empfingen wir die Senioren der Oensingen Roadrunners. Was sich vor den Augen unserer 25 treuen und unglaublich hitzeresistenten Zuschauer abspielte, wird wohl als Paradebeispiel für bedingungslose Gastfreundschaft in die Vereinsannalen eingehen. Am Ende stand ein zartes 1:23 auf dem Spielberichtsbogen. Das erste Drittel: Der kurze Funke Hoffnung (1:9) Man sagt ja, die ersten Minuten seien entscheidend. Oensingen nahm sich das zu Herzen und versenkte den Ball direkt nach 26 Sekunden zum ersten Mal in unserem Netz. Nach etwas mehr als drei Minuten stand es bereits 0:4. Doch dann kam die 15. Spielminute: Remo Bodmer bediente Thomas Hauser , und der Ball zappelte tatsächlich zum 1:8 im gegnerischen Gehäuse. Ein Moment der puren Ekstase! Für einen kurzen Augenblick dachten wir, das Blatt wendet sich. Oensingen sah das allerdings minimal anders und antwortete entspannt einem weiteren Treffern bis zur Pause. Pausenstand: 1:9. Das zweite Drittel: Anschauungsunterricht im Toreschiessen (0:10) Im Mittelabschnitt entschieden wir uns offenbar kollektiv für eine innovative Taktik: Energiesparen. Es war ja schliesslich heiss. Während wir die Oensinger Spieler um Florian Müller und Lukas Utz weitgehend ungestört gewähren liessen, durfte sich unser Goalie Marco Lagler über mangelnde Beschäftigung definitiv nicht beklagen. Er hatte an diesem Nachmittag vermutlich mehr Ballkontakte als der Rest des Teams zusammen. Die Gäste kombinierten sich teils im Minutentakt durch unsere "Abwehr". Mit einem glatten 0:10 in diesem Drittel bewiesen wir eindrücklich, dass Defensive völlig überschätzt wird, wenn man dem Gegner stattdessen auch einfach staunend zuschauen kann. Das dritte Drittel: Schadensbegrenzung oder Mitleid? (0:4) Im letzten Drittel flachte die Partie dann merklich ab. Ob das nun an unserer taktischen Meisterleistung in der Kabinenansprache lag oder daran, dass den Roadrunners schlicht die Puste ausging (und sie vielleicht auch ein bisschen Mitleid hatten), bleibt unser Geheimnis. Immerhin brachten wir es im gesamten Spiel auf bescheidene 9 Strafminuten – wir waren also zumindest physisch ab und zu anwesend, auch wenn sich unser Remo Bodmer im zweiten Drittel gleich mal für 5 Minuten auf der Strafbank abkühlen durfte. Fazit Wir haben das Spiel immerhin ordnungsgemäss beendet, und niemand ist geschmolzen. Ein 1:23 ist zweifellos ein Resultat, das man erstmal sacken lassen muss. Wir gratulieren den Oensingen Roadrunners zu einer beeindruckenden Vorstellung. Für uns heisst es jetzt: Elektrolyte nachtanken, die Tor-Differenz möglichst schnell aus dem Gedächtnis streichen und im nächsten Training vielleicht doch mal wieder das Verteidigen üben. Falls es nicht zu heiss ist.
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